Ludwig-Donau-Main-Kanal

Rhein, Main und Donau wollte schon Karl der Große mit der ab 793 gebauten Fossa Carolina verbinden. Dieses Projekt griff der bayerische König Ludwig I. (1825-1848) wieder auf. Er beauftragte 1830 Heinrich von Pechmann mit der Planung. Die Bauarbeiten dauerten von 1836-1846. Der Kanal war 173 km lang und führte von Kelheim nach Bamberg. Um die Höhenunterschiede auf dieser Strecke auszugleichen, baute man 100 Schleusen.

Blick entlang des heute trockenen ehemaligen Ludwigskanals zur Schleuse 94 bei Eggolsheim - Foto: T. Ochs

Projekt Schleuse 94 Eggolsheim

Die Schleuse 94 liegt im Markt Eggolsheim (Lkr. Forchheim) unmittelbar an der B4 zwischen Neuses und Forchheim und ist zusammen mit der noch funktionsfähigen Schleuse 100 in Bamberg eines der wenigen erhaltenden Zeugnisse des historischen Ludwig-Donau-Main-Kanals in Oberfranken. Ein Teil der Anlage und das sich anschließende trockene Kanalbett liegen innerhalb der Grenzen des Naturschutzgebietes Büg. Am 23.11.2009 hat sich in Eggolsheim ein Förderverein gegründet, um die Entwicklung des Denkmals Schleuse 94 voran zu bringen.

Besucher beobachten Gondeln bei der Fahrt durch die Schleuse 100 in Bamberg am Weltwassertag 2006 - Foto: C. Schmitt

Schleuse 100 und Ludwigskanal in Bamberg

Die Schleuse 100 des historischen Ludwig-Donau-Main-Kanals liegt in der Stadt Bamberg am Mühlwörth in der Nähe des Hains. Sie ist noch voll funktionsfähig und verfügt über eine Zugbrücke. Weitere Spuren des alten Kanals in Bamberg finden sich im Ortsteil Bug (Schleusenwärterhaus, überbaute Schleusenkammer und Kanalrest) und entlang des Alten Kanals (eiserne Kräne, Hafenmeisterei).