Flussgesichter-Skulpturen am Auenweg Obermain

Im Juli 2014 schufen zwölf Bildhauerinnen und Bildhauer aus fünf Ländern (Bulgarien, Deutschland, Italien, Österreiche und Tschechien)  die Flussgesichter-Skulpturen für den Auenweg Obermain. Sie stehen nun entlang bestehender Radwege an Gewässern  in der Region Oberfranken und bilden landkreisübergreifend einen neuen Skulpturenweg – den „Auenweg Obermain“. Dieser verbindet die bestehenden Skulpturenwegen in Bamberg, der Fränkischen Toskana und Bad Staffelstein so dass mit 90 Skulpturen auf 100 km eine in Europa beachtliche Skulpturenlandschaft entstanden ist.Vom 6. bis 26. Juli 2014 arbeiteten die Künstlerinnen und Künstler vor Ort in Hallstadt am Main, direkt vor der Toren Bambergs auf einem weitflächigen Freigelände. Zahlreiche Besucher waren beeindruckt, wie aus den bis drei Kubikmeter großen Sandsteinblöcken in drei Wochen die im Modell entworfenen Skulpturen entstanden.

Eine fünfköpfige Jury hat am 21. März 2014 aus den eingereichten Entwürfen in einem anonymisierten Verfahren diejenigen ausgewählt, die am besten den Charakter der Flüsse und Bäche in der Region darstellen und zu den vorgesehenen Standorten passen. Dazu wurden im Dezember 2013 über 40 Bildhauerinnen und Bildhauer aus aller Welt eingeladen, sich mit einem Entwurf zu beteiligen.

Vom 25. März bis 16. Mai 2014 zeigte das Flussparadies Franken im Sitzungsgebäude des Landratsamtes Bamberg die zwölf von der Jury ausgewählten Entwürfe für das internationale Bildhauersymposium im Juli 2014. Dazu wurden auch 68 fröhliche Bilder ausgestellt, in denen Kinder und Jugendliche aus der Region ihre Flussimpressionen zu Papier gebracht haben. Im Rahmen eines Kinder-Künstler-Wettbewerbs wollte das Flussparadies Franken wissen, wie Kinder und Jugendliche sich ihren Lieblingsplatz an einem Fluss oder Bach vorstellen oder was sie dort gerne machen oder welche Tiere und Pflanzen sie dort vielleicht schon entdeckt haben oder wie so ein Fluss wohl ausschauen würde, wenn er wirklich eine Person wäre. Ist die Regnitz eine schöne Nixe oder ein modriges Wasserweiblein? Ist der Main ein wilder Bursche oder ein fröhlicher Gesell?

Die zwölf ausgewählten Bildhauerinnen/Bildhauer aus fünf Ländern (Bulgarien, Deutschland, Italien, Österreich, Tschechien) haben dann vom 6.-26. Juli 2014 in Hallstadt an Sandsteinen in der Größe von 2 – 3 m3 figürlich nach eingereichtem Entwurf gearbeitet. Die Bevölkerung war eingeladen, den Entstehungsprozess der Skulpturen mitzuerleben. Die VHS-Bamberg Land bot am 16. und 23. Juli 2014 exklusive Führungen mit dem künstlerischen Leiter des Symposiums an. Das Flussparadies Franken lud im Rahmen der BayernTour Natur  am 23. Juli 2014 zu einem Aktionstag für Familien ein.

Eröffnet wurde der Auenweg Obermain am 17. April 2015 an der Skulptur „Fließende Begegnung“ des Bildhauers Manfred Reinhart bei Wiesen. Die Landräte Christian Meißner (Lichtenfels) und Johann Kalb (Bamberg) radelten zusammen mit den Bürgermeistern Jürgen Kohmann (Bad Staffelstein) und Bernhard Storath (Ebensfeld) sowie MdB Andreas Schwarz und vielen Bürgermeistern, Förderern und Partnern des Leader-Kooperationsprojektes auf dem Mainradwegzur nur 1,5 km entfernten Skulptur „River“ des bulgarischen Bildhauers Ilia Varbanov Iliev am Main bei Ebenfels kurz vor Niederau.


Faltblatt zum Auenweg Obermain mit den Standorten aller Flussgesichter-Skulpturen und Naturbegegnungsorte in Deutsch und Englisch (PDF, 2,3 MB, D/EN)


Naturbegegnungen am Auenweg Obermain

Maingezwitscher-Pfad in Unterbrunn. Foto: Thomas Ochs.

Der knapp 2 km lange Maingezwitscher-Pfad entlang der Mainschleife Unterbrunn eignet sich als toller Familienausflug für größere und kleinere Kinder. An fünf Stationen können Kinder auf spielerische Art viel über den Main, seine Vögel, Fische und Steine lernen. Die Idee zu dem Rundweg hatte die Projektgruppe „Flussgeschichten“ der Realschule Bad Staffelstein.

In einem Kasten am neu gebauten Pavillon gibt es ein kleines Heftchen, das die Kinder von Station zu Station führt (PDF, 5 MB).

Höhepunkt des Pfades ist sicherlich der Aufstieg auf den vom Life-Natur-Projekt Oberes Maintal aufgestellten Vogelbeobachtungsturm. Von dort kann die ganze neu geschaffene Mainschleife überblickt werden. Und wer Glück hat, kann seit Juni 2015 die dort frei weidenden Rinderherde beobachten. In Unterbrunn gibt es ein Gasthaus mit schönem Biergarten.

Für Schatzsucher mit Smartphone: Wherigo-Spiel „Das kaputte Schiff“

Entlang des Auenweges Obermain lassen sich auch viele der Natur-Erlebnis-Stationen des Life-Natur Gebietes Oberes Maintal entdecken. Zum Beispiel der Life-Naturerlebnis-Rundweg Südsee bei Baunach.

Neu 2016: Lauschen Sie den Maa-Gschichten. 10 spannende, kurze Hörgeschichten, die von Kindern, Jugendlichen und Studierenden zusammen mit der Umweltstation Weismain und der LBV-Umweltstation Fuchsenwiese erstellt wurden.


Partner und Förderer

Der Auenweg Obermain ist ein Projekt von 12 Städten und Gemeinden: Stadt Bad Staffelstein, Stadt Baunach, Gemeinde Bischberg, Gemeinde Breitengüßbach, Markt Ebensfeld, Gemeinde Gundelsheim, Stadt Hallstadt als Projektträger, Gemeinde Kemmern, Gemeinde Litzendorf, Gemeinde Memmelsdorf, Markt Rattelsdorf, Markt Zapfendorf zusammen mit dem Flussparadies Franken. Für das Leader-Kooperationsprojekt im Gebiet der LAG Region Bamberg e. V.  und der LAG Region Obermain e. V. lag die Projektbetreuung beim AELF Uffenheim.

Künstlerischer Leiter Albrecht Volk, Hallstadt

Förderung durch den Kulturfonds Bayern, die Oberfrankenstiftung, die Stiftung der Sparkasse Coburg-Lichtenfels, die Stiftung der Sparkasse Bamberg, die VR Bank Bamberg, die Raiffeisen Volksbank Bank Bad Staffelstein, den Bezirksfischereiverband Oberfranken e. V., die Fa. Kaspar Röckelein KG sowie durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER).