Eine Zeitreise immer am Fluss Regnitz entlang durch die Bamberger Geschichte

Insgesamt 23 Stationen laden Erwachsene und Kinder dazu ein, auf ruhigen, stufenlosen Wegen am Wasser entlang in die Geschichte der UNESCO-Welterbestadt Bamberg einzutauchen. Ausschnitte aus dem historischen Stadtplan des Petrus Zweidler von 1602 und andere historische Abbildungen verdeutlichen zusammen mit kurzen Texten die Veränderungen, die Stadt und Fluss über die Zeit hinweg erfahren haben. Eine kleine Kunigunde, liebevoll gezeichnet von Paul Maar, stellt auf jeder Tafel eine von Kindern in einem Schulprojekt mit Chapeau Claque e. V. erarbeitete Frage. Der Flusspfad Bamberg lässt sich hervorragend mit einem Besuch der Ausstellung „Im Fluss der Geschichte: Bambergs Lebensader Regnitz“ im Historischen Museum am Domberg verbinden.

Information und Service

Anreise

Anreise Bahn & Bus: Bahnhof Bamberg und dann mit dem Bus mit Umsteigen am ZOB (Zentraler Omnibusbahnhof) zur Haltestelle „Am Kranen“ oder „Lange Straße“ oder „Konzerthalle“ (Linie 906).

Anreise Rad: www.regnitzradweg.de

Parken: Alternativ zum Parkhaus Geyerwörth (City Altstadt-Tiefgarage) bietet sich das Parkhaus Konzerthalle (Mußstraße 5) an. Nur ein kurzer Weg ist es außerdem vom Parkhaus Zentrum Süd.

Wie gut kann man den Flusspfad Bamberg mit dem Rollstuhl erkunden? Bericht eines Selbstversuches am 24.07.2018

Team & Technik: einfacher Leihrollstuhl mit Begleitperson.

Start: Tiefgarage Geyerswörth, Aufzug klappt problemlos

Zugang: wie gut / nah kann man mit dem Rollstuhl an die Tafel hinfahren. Lesbarkeit: wie gut lässt sich die Tafel vom Rollstuhl aus lesen.

Fazit: der Flusspfad Bamberg lässt sich mit Begleitperson im Rollstuhl gut bewältigen. Dauer ca. 3 Stunden. Barrierefreie Toiletten vorhanden. Diese sind allerdings nur tagsüber geöffnet.

Tipp: Der Flusspfad lässt sich mit Start an der Tourist Information gut in zwei Teilen anschauen. Eine Runde Richtung Klein Venedig und Altstadt, die zweite Runde Richtung Mühlwörth und Bürgerpark Hain.

Barrierefreie Toilette direkt nebenan an der Seite des Gebäudes der Tourist Information. Gut zugänglich. Nur tagsüber geöffnet. Schließflächer.

1) Flusspfad Bamberg: Übersicht aller 23 Stationen

Aus dem Aufzug rechts und dann gerade aus zum Fußweg am Nonnengraben. Die erste Tafel mit einer Übersicht des Flusspfades Bamberg hängt direkt am Geländer.

Zugang: sehr gut, Lesbarkeit: okay, hängt etwas hoch

2) Gerberhäuser: Galerien und eine verborgene Kapelle

Am Ludwigskanal entlang rechts am Weg stehend mit Blick auf die ehemaligen Gerberhäuser am gegenüberliegenden Ufer.

Zugang: sehr gut; Lesbarkeit: sehr gut

3) Brückenrathaus: Gewölbebrücke, Rotmeisterhäuschen und barocke Pracht

Um das Schloss Geyerswörth herum führt der Fußweg zum Geyerswörthsteg. Das letzte Stück hat eine etwas stärkere Steigung. Direkt am Beginn des Holzsteges findet sich die Tafel zum Historischen Rathaus. Daneben steht ein Tastmodell der Bamberger Altstadt aus Bronze mit Blindenschrift. Eine Bank lädt zum Blick über das Wasser auf das Fotomotiv Bambergs ein.

Zugang: sehr gut; Lesbarkeit: sehr gut

4) Untere Brücke: Die hl. Kunigunde blickt lächelnd auf den Fluss

Über den Geyerswörthsteg und dann nach rechts über den Geyerswörhtplatz geradeaus. An der Ecke Obere Brücke würde eine Absenkung des schmalen Gehsteigs das Überqueren der Straße erleichtern. Weiter geradeaus  bis zur Dominikanerstraße und dann nach rechts mit einer leichten Steigung auf die Untere Brücke. Die Tafel ist direkt auf der Betonbrüstung mit Blick auf Klein Venedig rechts neben der Kunigundenstatue montiert.

Zugang: sehr gut; Lesbarkeit: sehr gut

Barrierefreie Toilette am Fußweg, der hinter der Mitoraistatue unter der Unteren Brücke durchführt. Weg dorthin ist allerdings etwas abschüssig und holprig gepflastert. Nur tagsüber geöffnet.

5) Am Kranen: Alter Hafen, ehemaliger Schlachthof und Hochzeitshaus

Mit leichtem Gefälle von der Unteren Brücke nach der Mitorai-Statue nach links an den eisernen Kränen und der Anlegestelle der Ausflugsschifffahrt vorbei. Der Fußgängerbereich zwischen dem Radweg und den Kränen ist etwas eng und gepflastert. Auf Radfahrer achten! Die Tafel ist am Geländer vor dem Haus mit dem Ochsenrelief direkt am Wasser. Ein Trinkwasserbrunnen und Sitzgelegenheiten befinden sich unmittelbar daneben.

Zugang: sehr gut; Lesbarkeit: sehr gut

Anlegestelle für die Ausflugsschifffahrt auf Regnitz, Main-Donau-Kanal und Main

6) Fischerei und Abtswörth: von der Insel des Abtes zur Fischersiedlung

Geradeaus die Kapuzinerstraße entlang und dann links in die Straße „Fischerei“ abbiegen. Die kleine Straße macht eine S-Kurve um ein großes, gelbes Haus herum (Weinwirtschaft). Die Tafel ist direkt an der Hauswand angebracht.

Zugang: sehr gut; Lesbarkeit: sehr gut

7) Schiffsbauplatz und Schiffswinterung: Rangschiffer und eine früherer Regnitzarm

Der Straße „Fischerei“ bis zum Ende folgen. Der Gehweg ist sehr schmal auf der Straße ist in der Regel jedoch wenig Verkehr. Am Ende der Fischerei über die Markusstraße geradeaus weiter und immer die Straße „Schiffbauplatz“ entlang. Hinweis: Der Fußweg direkt an der Regnitz ist von hier nur über Treppen an der Markusbrücke erreichbar. Die Tafel ist am Zaun des Spielplatzes am Ende der Straße „Schiffbauplatz“ aufgestellt.

Zugang: gut (Bereich unmittelbar vor der Tafel ist nicht befestigt); Lesbarkeit: sehr gut

8) Lebenswelt Regnitz: Was sich über und unter Wasser tummelt

Nach der Überquerung des Endes der Straße „Weide“ gelangt man auf den Vorplatz der Konzert- und Kongresshalle „Sinfonie an der Regnitz“. Vor dem Heinrich-Bosch-Steg führt links ein Weg hinunter an ans Wasser. Achtung: Stolperkante am Übergang zwischen dem geteerten und dem naturnahen Bereich. Die Tafel steht auf einer Grünfläche direkt an der Regnitz.

Zugang: sehr gut bis gut (je nach Witterung); Lesbarkeit: sehr gut

9) Altes Krankenhaus: Ein Fürstbischof und sein Leibarzt setzen neue Maßstäbe. Hinweis: Tafel derzeit nicht vor Ort. Wird im Herbst 2018 wieder aufgestellt.

Der Weg führt mit einer mäßiger Steigung über den Heinrich-Bosch-Steg und über eine Rampe auf die Straße Leinritt. Von hier aus geht es immer direkt an der Regnitz entlang flußaufwärts.

10) Fischer und Schiffer: Zunft und Tradition

Die Straße „Am Leinritt“ führt immer an der Regnitz entlang unter der Markusbrücke hindurcht. Die Tafel ist am Brückenpfeiler befestigt.

Zugang: sehr gut; Lesbarkeit: sehr gut

Regnitzausstellung im Historischen Museum in der Alten Hofhaltung über Elisabethenstraße und den Berg hinauf über Residenzstraße zum Domplatz.

11) Leinritt: Wie die Schiffe früher den Fluss hinauf kamen

Von der Markusbrücke ein Stück flussaufwärts steht die Tafel direkt am Ufer auf Höhe der Einmündung der Elisabethenstraße neben der Tafel „Klein Venedig“.

Zugang: sehr gut; Lesbarkeit: sehr gut

12) Klein Venedig: Von der Fischersiedlung zur Postkartenidylle

Von der Markusbrücke ein Stück flussaufwärts steht die Tafel direkt am Ufer auf Höhe der Einmündung der Elisabethenstraße neben der Tafel „Leinritt“.

Zugang: sehr gut; Lesbarkeit: sehr gut

13) Hochwasser: So hoch stand das Wasser früher

Am Ende der Straße „Am Leinritt“ an der Einmündung der Kasernstraße ist die Tafel etwas versteckt auf der Flussseite an der Sandsteinmauer links neben der Einfahrt zu einer Tiefgarage angebracht. An der Sandsteinmauer sind auch die Höhen der in Bamberg bekannten historischen Hochwasser als Strichmarken dargestellt. Die höchste Strichmarke von 1784 ist derzeit verblasst. Hochwassermarken finden sich in der Fischerei, am Mühlwörth, am Hochzeitshaus und in der Oberen Königstr. Alle Hochwassermarken übereinander mit historischen Fotos und Lageplan finden Sie in der Ausstellung „Im Fluss der Geschichte: Bambergs Lebensader Regnitz“ im Historischen Museum am Domberg.

Zugang: gut (hinter Absperrkette); Lesbarkeit: gut

14) Untere Mühlen: Wie die Brudermühlen zu ihrem Namen kamen

Die Kasernstraße mit leichter Steigung hoch und dann nach links in die Obere Standstraße einbiegen. Diese bis zum Ende und dann nach links in die Dominikanerstraße, anschließend nach rechts in die Herrenstraße, dann wieder links in die Karolinenstraße und schließlich rechts in die Geyerswörthstraße abbiegen. Die Tafel steht auf der Unteren Mühlbrücke direkt nach der Brudermühle.

Hinweis: die Untere Mühlbrücke ist bis 2018 gesperrt. Daher zurück zum Geyerwörthplatz und über den Geyerswörthsteg gehen. Am Ende rechts in die Geyerswörthstraße abbiegen und gerade aus über die Bischofsmühlbrücke auf die andere Straßenseite wechseln. Achtung: keine Fußgängerquerungshilfe vorhanden. Die Kreuzung ist etwas unübersichtlich.

Zugang: sehr gut; Lesbarkeit: sehr gut

15) Mühlen im 20. Jahrhundert: Bamberger Industriegeschichte

Die Tafel steht auf der Unteren Mühlbrücke direkt gegenüber der Tafel „Untere Mühlen“ hinter der Brudermühle.

Hinweis: die Untere Mühlbrücke ist bis 2018 gesperrt. Daher zurück zum Geyerwörthplatz und über den Geyerswörthsteg gehen. Am Ende rechts in die Geyerswörthstraße abbiegen und gerade aus über die Bischofsmühlbrücke auf die andere Straßenseite wechseln. Achtung: keine Fußgängerquerungshilfe vorhanden. Die Kreuzung ist etwas unübersichtlich.

Zugang: sehr gut; Lesbarkeit: sehr gut

Barrierefreie Toilette direkt nebenan an der Seite des Gebäudes der Tourist Information. Gut zugänglich. Nur tagsüber geöffnet. Schließflächer.

16) Obere Mühlen (Steinmühlen): Stadtentwicklung und Mühlenbann

Die Geyerswörthstraße entlang und dann an der Nonnenbrücke nach rechts zur Oberen Mühlbrück abbiegen. Hier ist ist das Kopfsteinpflaster stellenweise sehr holprig. Um zur Tafel unter dem Druchgang dem Weg folgen, der dann in einer Linkskurve auf die Obere Mühlbrücke führt. Die Tafel ist gleich am Beginn der Brücke rechts am Brückengeländer befestigt. Schöner Blick über die Regnitz auf die Unteren Mühlen und das Historische Rathaus.

Zugang: sehr gut; Lesbarkeit: sehr gut

17) Concordia: Vom barocken Bürgerpalais zum Künstlerhaus

Stadtauswärts direkt am zunächst noch geteerten Weg (Mühlwörth) an der Regnitz entlang. Die Tafel steht direkt am Geländer an der Regnitz mit Blick auf das ehemalige Wasserschloss Concordia am gegenüberliegenden Ufer.

Zugang: sehr gut; Lesbarkeit: sehr gut

18) Fähre am Mühlwörth: Eine alte Überfahrt erwacht zu neuem Leben.

Weiter jetzt über Kopfsteinpflaster am Fluss entlang bis zur historischen Schleuse. Die Tafel befindet sich in dem gepflasterten, runden Bereich zwischen der Einfahrt zur Schleuse und dem Abgang zur Fähre am Geländer.

Zugang: sehr gut; Lesbarkeit: sehr gut

19) Walkmühle und Schleuse 100

Am Geländer auf der gepflasterten Plattform über der Einfahrt in die historische Schleuse mit Blick auf die Walkmühle. Der Flusspfad führt über die kleine Brücke an der Walkmühle vorbei in den Bamberer Hain. Wer mehr über die Kanalgeschichte erfahren macht vorher einen Abstecher an der Schleusenkammer entlang zum Schleusenwärterhaus.

Zugang: sehr gut; Lesbarkeit: sehr gut

20) Turbine am Zwinger: Technischer Pioniergeist und Haindampferla

An der Walkmühle mit Steigung über den Walkspund und auf wassergebundenem Weg in den Bamberger Hain und dann gleich an der ersten Holzbrücke links über den Hollergraben. Der etwas schmale Rad- und Fußweg „Am Hollergraben“ führt um ein Gebäude herum. An der Ecke „Am Zwinger“ zum „Clarissenweg“  hängt die Tafel direkt an der Hauswand des Anwesens „Am Zwinger 15“. Unterhalb der Ufermauer fließt der Hollergraben vorbei, der dann nach der Schleuse 100 zum ehemaligen Ludwigskanal wird.

Zugang: gut; Lesbarkeit: gut (hängt etwas hoch)

22) Ludwig-Donau-Main-Kanal: von der Nordsee zum Schwarzen Meer

Der Clarissenweg führt entlang des ehemaligen Ludwigkanals mit mäßigem Gefälle unter der Nonnenbrück hindurch. Auf der anderen Seite der Brücke steht die Tafel direkt am Geländer.

Zugang: okay (parkende Autos, Gefälle, Kopfsteinpflaster); Lesbarkeit: sehr gut

21) Fischwinterungen: Mittelalterliche Fischbassins

Vom Luwigskanal führt ein Weg hoch zur Nonnenbrücke, die hier überquert wird. Einige Meter von der Brücke entfernt kann dafür eine Fußgängerampel am Schillerplatz genutzt werden. Der Gehweg dahin ist jedoch sehr schmal. Nach der Überquerung der Brücke dem Weg links wieder zum Wasser hinunter folgen. Die Tafel steht direkt unter der Brücke am Ufer mit Blick auf den historischen Kanal. Zu den hinter einer hohen Mauer liegenden Fischwinterungen führt der Weg von der Brücke weg wieder Richtung Schleuse 100 und Mühlwörth.

Zugang: gut (Gefälle); Lesbarkeit: sehr gut

23) Geyerswörth: Insel, Schloss und ein versunkener Garten

Der Uferweg führt unter der Nonnenbrück hindurch bis zur Tourist Information. In der Parkanlage vor dem Haupteingang steht die Tafel in der Mitte am Geländer eines Treppenhauses zur Tiefgarage.

Zugang: sehr gut; Lesbarkeit: sehr gut

Barrierefreie Toilette direkt nebenan an der Seite des Gebäudes der Tourist Information. Gut zugänglich. Nur tagsüber geöffnet. Schließflächer.