Die Idee der Kunstbegegnungen am Kanal: Es soll ein Skulpturenweg am Main-Donau-Kanal entstehen. Acht Kunstwerke sollen entlang der Kanalroute des RegnitzRadwegs zwischen Bamberg und Forchheim aufgestellt werden. So kann jeder gemütlich am Kanaldamm entlang radeln oder flanieren und dabei Kunst entdecken.

Wie sind diese Entwürfe entstanden? Im September 2017 haben sich acht BildhauerInnen aus vier Ländern im Schloss Sassanfahrt getroffen. Ihre Aufgabe war es, sich ein neues Kunstwerk zu dem Thema „verbinden // trennen“ auszudenken. Und zwar für einen ganz bestimmten Platz im Regnitztal. Viele Menschen haben die KünstlerInnen im Schloss in Sassanfahrt besucht. Sie konnten sehen, wie Kunst entsteht. Also wie eine Idee zu einem Entwurf wird.

Die Standorte für die geplanten Skulpturen liegen in der Stadt Bamberg, im Landkreis Bamberg, in der Gemeinde Strullendorf, der Gemeinde Pettstadt, dem Markt Hirschaid, der Gemeinde Altendorf, dem Markt Eggolsheim und dem Landkreis Forchheim. Wo genau, das zeigt die Karte weiter unten auf dieser Seite.

Fehlt nur noch das Geld: denn Kunst fällt nicht vom Himmel. Die Kunstwerke werden nur dann am Kanal aufgestellt, wenn sich genug Menschen finden, die sich für die Idee einsetzen. Daher sucht das Flussparadies Franken Partner, die bereit sind, die Umsetzung mit einer Spende unterstützen: Spendenpostkarte Kunstbegegnungen am Kanal

Das Besondere: Alle Kunstwerke zeigen ein gemeinsames Thema, nämlich „verbinden//trennen“. So wie der Main-Donau-Kanal die Menschen und Tiere verbindet, die entlang des Kanals leben. Aber diejenigen voneinander trennt, die auf der jeweils anderen Seite des Kanals wohnen. Und auch das ist einzigartig: Wenn die Kunstwerke einmal am Kanal stehen, kann man sie auch vom Schiff aus anschauen.

Kunstbegegnungen am Kanal „verbinden // trennen“: Entwürfe von Michaela Biet (Nürnberg / D), Adelbert Heil (Bamberg / D), Angelika Summa (Würzburg / D), Günther Holder (Freiburg i.Br. / D), Petra Lange (Treia / IT), Cissy van der Wel (Utrecht / NL), Emanuela Camacci (Rom / IT) und Bob Budd (Woodbury / UK) für einen Skulpturenweg entlang des Main-Donau-Kanals zwischen Bamberg und Forchheim.

24.09.-30.09.2017: Symposium Kunstbegegnungen am Kanal „verbinden // trennen“

Für einen neuen Skulpturenweg am RegnitzRadweg entlang des Main-Donau-Kanals hat die Kuratorin und Bamberger Bildhauerin Rosa Brunner im Auftrag des Flussparadieses Franken acht professionelle Künstler aus vier europäischen Ländern im Rahmen der internationalen Woche des Landkreises Bamberg 2017 in das Regnitztal eingeladen.

Das herausragende Merkmal dieses Symposiums im Schloss Sassanfahrt bei Hirschaid war der Austausch mit den Menschen aus der Region bereits während des Entwurfsprozesses. Über 500 Menschen nutzten die Chance, die Künstler vor Ort zu besuchen und damit einen Einblick in den zentralen Teil der Arbeit eines Künstlers zu gewinnen: die Entwicklung der künstlerischen Idee, die ganz am Anfang jeden künstlerischen Schaffens steht. Für die Künstler bot diese Form des Symposiums die einmalige Gelegenheit, ohne Wettbewerbsdruck ihre Entwürfe vor Ort zu erarbeiten. So konnten sie in einen direkten Austausch mit der Geschichte und den Eigenheiten der Orte am Kanal treten.

Der Main-Donau-Kanal verbindet seit über 25 Jahren als europäische Wasserstraße das Schwarze Meer mit der Nordsee. Er wurde am 25. September 1992 nach 30jähriger Bauzeit eröffnet (www.kanaljubilaeum.de). Und er stellt gleichzeitig einen massiven Eingriff in die Landschaft da, die vom Kanal durchtrennt wird.

Eggolsheim, Altendorf, Hirschaid, Pettstadt, Strullendorf und Bamberg, die Oberfrankenstiftung, der Kulturfonds Bayern, der Landkreis Bamberg und der Landkreis Forchheim unterstützen die „Kunstbegegnungen am Kanal“.

Wo sollen die Skulpturen einmal stehen? Auf der Kartendarstellung finden Sie die geplanten Standorte für die Kunstbegegnungen am Kanal.

Mit dem Bayernatlas auf Zeitreise: so sah es an den Skulpturenstandorten in den 1850er Jahren aus.

„Mit Skulpturen, die das Verbindende und Trennende des Main-Donau-Kanals sichtbar machen, können Wegmarken gesetzt werden, die die ganz eigene Schönheit der Region akzentuieren.“ Rosa Brunner, Kuratorin

Kunstwege im Main- und Regnitztal

Weiter auf dem RegnitzRadweg erwartet Sie in Erlangen der Heinrich-Kirchner-Skulpturengarten https://www.erlangen-marketing.de/tourismus/gaerten/Heinrich-Kirchner-Skulpturengarten.html

Bei Bischberg nördlich von Bamberg schließt der geplante Skulpturenweg „Kunstbegegnungen am Kanal“ an den bereits umgesetzten „Auenweg Obermain“ an. 12 große Sandsteinskulpturen stellen die Flussgesichter des Mains und seiner Zuflüsse von Bad Staffelstein bis Bischberg und in der Fränkischen Toskana dar.

Über weitere Kunstbegegnungen in und um Bamberg informiert die Tourist-Information Bamberg unter:  https://www.bamberg.info/skulpturen/